Festplatten und eingeölte Bikini-Mädchen
Das Konzept “sex sells” ist fast so alt wie das Verkaufen selbst, vertauscht man die beiden Wörter des Ausdrucks gelangt man schließlich auch zum ältesten Gewerbe der Welt. Wenn sich knapp angezogene Damen auf blank polierten Motorrädern räkeln, ernten Sie dafür von einem Teil der Bevölkerung zumindest ein anerkennendes Augenbrauenhochziehen. Wie man das ganze jedoch auf die Spitze und darüber hinaus treiben kann, zeigt eindrucksvoll das Fundstück dieses Morgens, nämlich die Seite swaxy.com. Hier präsentieren die eben erwähnten Damen im eingeölten Zustand, sich unrhythmisch zu einem enervierenden Beat bewegend, so hochgradig erotisch aufgeladene Artikel wie Navigationssysteme und Festplatten. Das klingt komisch, ist es auch. Genauer gesagt werde ich gerade jetzt beim Schreiben das Gefühl noch immer nicht ganz los, einem sehr gut gemachten Fake auf den Leim gegangen zu sein. Falls dies nicht so ist, kann ich diesen Beitrag doch optimistisch beschließen: Für attraktive weibliche Showtalente muss der Weg ins Geschäft nicht zwangsläufig über schmierige Castingcouchs zweifelhaft-windiger Filmproduzenten gehen, ein kurzes Schmusen mit einem HDMI-Kabel führt seit Swaxy vielleicht ebenso zur Entdeckung. (via twive!)
Vergleich von 30 OS-Shopsystemen
Stefan Kanitz hat sich auf seinem Blog shopTags die Mühe gemacht, 30 Open-Source-Shopsysteme aufzulisten und sie in einem Kurzprofil zu beschreiben. Neben alten Bekannten wie Magento, xt:Commerce und osCommerce sind dort auch Exoten wie Cassiopeia und Substruct vorhanden, von denen ich vorher noch nie etwas gehört hatte.
Virtuell shoppen
In dem interessanten Beitrag hat Handelskraft vor einigen Tagen die virtuelle Einkaufsmeile MyLane vorgestellt. Hier versuchen die Betreiber, das Shopping-Erlebnis ein wenig mehr der Realität anzupassen, indem sie ein paar Straßen inklusive Geschäften grafisch nachbilden. Wer sagt denn, dass eine Shopping-Mall im Web immer aus Listen der Untershops bzw. der jeweiligen Kategorien bestehen muss (s. beispielsweise Yageto und Tradoria). Optisch ist das Ganze zwar noch nicht so ansprechend – da ist die ebenfalls vorgestellte Pixeltown weitaus gefälliger – aber wie in den Kommentaren zu lesen ist, wird daran von einem jungen StartUp permanent weiterentwickelt.
Virtuelle Welten im Internet sind spätestens nach dem Second-Life-Hype (man sollte vielleicht besser sagen -Flop) sicherlich nicht der heißeste Trend im E-Commerce-Bereich; hier haben mobile Anwendungen bzw. die so genannten “location based services” die Nase vorn. Aber während das Prinzip von Second Life ja überwiegend zielloses digitales Rumhängen war, führt eine sinnvoll eingesetzte Virtualität im E-Commerce dazu, dass Geschäfte und Produkte plastischer präsentiert werden können und damit die Lücke zwischen realem und digitalem Einkaufserlebnis kleiner wird.
OXID PE wird OpenSource
Die (Blog-)Spatzen pfeifen es von allen Dächern und in einschlägigen Foren wird schon angeregt diskutiert: die Professional Edition (PE) von OXID eSales ist ab sofort als Community Edition (CE) unter der GPLv3-Lizenz verfügbar. Der Core dieser Version wird auch zukünftig von OXID gepflegt und weiterentwickelt, im Gegensatz zur kostenpflichtigen PE unterscheiden sich jedoch Support und die Lizensierung der Module und Schnittstellen von Drittanbietern. Nützliche Informationen und Klarstellungen findet man im aktuellen Mission Statement des CEO Roland Fesenmayr. Weiterlesen
Marketing-Tipps für Onlinehändler
Rund um die Leitfrage “Wie kann ich meinen Umsatz steigern und dabei profitabel bleiben?” hat Thomas Promny ein gut 40-seitiges eBook herausgegeben, das man sich als PDF kostenlos herunterladen kann. Behandelt werden unter anderem Themen wie Affiliate Marketing, Suchmaschinenwerbung und Werbung per E-Mail.
Linkaufbau für Shopbetreiber
Manchmal sind die besten Ideen im Onlinemarketing so einfach, dass man, wenn man davon hört, nicht viel mehr machen kann, als sich mit der flachen Hand vor die Stirn zu schlagen. Auf SEOmoz kann man nachlesen, wie ein Shopbetreiber in die Bestellbestätigungsmail einfach in einem Satz die Bitte verpackt hat, einen Link auf den Shop zu setzen. Sehr wenig Aufwand mit (potentiell) großer Wirkung!
Natürlich hat nicht jeder, der etwas in einem Onlineshop bestellt, automatisch eine Website, auf der er einen Link unterbringen könnte. Und von aktiven Webmastern wird sicherlich auch nicht jeder der Bitte nachkommen. Hat man jedoch als Shopbetreiber gute Arbeit geleistet, sprich der Bestellprozess und der Versand beispielsweise verliefen zur Zufriedenheit des Kunden, ist dieser logischerweise eher geneigt, einen Link zu setzen als ein “Wildfremder”, den man via E-Mail um einen Linktausch bittet.
Je nachdem, wie weit man diese Taktik treiben möchte, lässt sich sogar überlegen, ob man seinen Kunden das Setzen des Links sogar durch Gutschriften oder Gutscheine noch ein wenig schmackhafter machen möchte. Hier kommt man jedoch – je nachdem, wie man die Google-Webmaster-Richtlinien auslegt – schon in den Bereich der (so unbeliebten) bezahlten Links.
Der Live-Shopping-Hype
Interessiert man sich für moderne und innovative Shopkonzepte, läuft man in einschlägigen Blogs immer wieder dem Thema “Live-Shopping” über den Weg. Auf Handelskraft wurde jüngst ein Ranking von 23 Live-Shopping-Anbietern in Deutschland veröffentlicht. Die Kollegen haben sich viel Mühe gegeben, dem ganzen einen seriös-statistischen Anstrich zu geben, obwohl sich das Sujet meinem Gefühl nach einer ernsthafteren Auseinandersetzung entzieht. Das fängt schon bei den Namen an: Wer kann sich ein Grinsen nicht verkneifen, der einen Review über “weedoo”, “damagi” und “niboki” schreiben möchte? Wieviel vom Investoren-Frühstücksbrötchen landet wieder unzerkaut auf dem Teller (oder wird alternativ über den Tisch geprustet) wenn sich (jetzt einmal hypothetisch) in einer E-Mail das Team von “woogywoo” vorstellt? Und gab es einen Vokal-Rabatt bei der Namensfindung von “guut”, “jaahh” und “ibood”?
So vielfältig und – sorry – schwachsinnig diese Namen auch sind, so einheitlich ist die Geschäftsidee: Man bewirbt ein in der Menge begrenztes aktuelles Produkt für einen begrenztem Zeitraum, liefert so viele Produktinformationen (die teilweise von den Usern geliefert werden) wie möglich und bietet die Artikel zu scheinbar unschlagbaren Zugreif-Preisen an. Das Ganze wird mit grafischer Finesse und interessanten Themen (Mafia-/Verbrecher-Idee bei Schutzgeld, Ziege/Alm bei Preisbock) aufgepeppt. Die Konzepte sind dabei teilweise richtig gut gemacht und bieten per se keinen Grund zur Kritik (ganz im Gegenteil: man würde vielen etablierten “normalen” Shops ein paar Gramm dieser Spritzigkeit wünschen), es geht aber letztlich immer um den Abverkauf von Lagerbeständen.
Diese Sparte hat sicherlich ihre Daseinsberechtigung, und der Erfolg einiger dieser Portale (vor allem der Mutter aller Live-Shops, das amerikanische Woot) gibt den Gründern, Betreibern und Investoren sicherlich Recht. Sie ist bei allem Hype jedoch im besten Falle ein zusätzlicher Verkaufskanal für klassische Vollsortimenter und deren Onlineshops. Mir liegen zwar im Moment keine konkreten Zahlen vor, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Summe des generierten Gewinns durch die 23 vorgestellten Live-Shops marginal im Vergleich zu größeren Onlineshops ist. Natürlich vergleicht man hier Äpfel und Birnen, aber was das Medieninteresse an Live-Shopping angeht scheint hier der Schwanz ausdrucksstark mit dem Hund zu wedeln.
Zum Schluss noch eine These mit angeschlossener Frage: User, die schon einmal bei “weedoo” ihren Freunden “weedots” geschickt haben sind sicherlich bei weiteren zehn anderen Live-Shops angemeldet, schreiben mindestens einmal in der Woche einen Restaurantreview auf “qype”, einen Produktreview auf “ciao” und eine Buchrezension auf “amazon”, haben einen Account bei “facebook” und “studivz”, veröffentlichen ihre Bilder auf “flickr”, verwalten ihre Aufgaben bei “remember the milk”, beschenken sich via “edelight”, drucken ihre T-Shirts bei “spreadshirt” und ordern ihr individuelles Frühstück bei “mymuesli”. Wie viele User hat das Web 2.0 eigentlich?!
Freie Shopsysteme im Überblick
Hat-tip für die Kollegen von Techdivision, die sich einmal die Mühe gemacht haben, ausführlich und informativ die gängigsten freien Shopsysteme vorzustellen und sie zu bewerten – für angehende Shopbetreiber sicherlich ein sehr guter Ausgangspunkt.
Yatego: Alternative zu eBay?
Im Zuge der letzten Entwicklungen bei eBay (= neue Gebührenstruktur, geändertes Bewertungssystem) stellen sich viele Händler die Frage, ob es zu dieser Plattform keine gescheiten Alternativen gibt. Letzte Woche bin ich auf Yatego aufmerksam geworden und habe mir mal ein paar Minuten Zeit genommen um mir diese Seite etwas genauer anzusehen.
Yatego ist ein Angebot der Yatego GmbH und ist im Wesentlichen eine Kombination von einzelnen Händlershops, in denen Partner Neuwaren anbieten können. Insofern ähnelt das Konzept dem von eBayExpress, das ja vor einiger Zeit seinen Betrieb eingestellt hat. Bei Yatego gibt es einen gemeinsamen Warenkorb, den Käufer mit Produkten aus den unterschiedlichsten Bereichen füllen können. Dies ist technisch und grafisch schnörkellos gelöst und macht das Einkaufen wesentlich leichter und intuitiver als beim Auktionsbranchenriesen aus Übersee.
Zum Testen der Shopfunktionalität kann man sich einen kostenlosen Testzugang einrichten lassen. Nach der kurzen Anmeldeprozedur (kleiner Tipp an die Entwickler: auch bei den wenigen abgefragen Benutzerdaten ist es nicht nett, wenn man alles noch einmal neu eingeben muss falls man doch mal ein Feld übersehen hat) präsentiert sich ein klar strukturierter Adminbereich in, nun ja, trockener Ingenieursoptik.
Hier können Anbieter ihre Kategorien und Produkte anlegen, den Shop konfigurieren und sich die Bestellungen ansehen. Auch gibt es für Händler die Möglichkeit, über Yatego Kredikartenzahlungen zu empfangen und einen Treuhandservice zu nutzen. Darüberhinaus gibt es Anbindungen an Abwicklungssysteme wie afterbuy, AuktionMaster und Dreamrobot, was dem einen oder anderen Powersellen den Umstieg sicherlich schmackhafter machen dürfte. Last but not least ist auch das Preismodell sehr interessant: Laut Website fallen lediglich monatliche Gebühren an (in der kleinsten Variante ca. € 25,00), es gibt also keine Einstellgebühr oder Verkaufsprovisionen.
Laut Yatego sind zurzeit 5700 Shops aktiv, diese bieten zusammen mehr als 2 Millionen Artikel an und werden monatlich von mehr als 7 Millionen Usern besucht. Ein Vergleich mit eBay hat auch aus diesem Grund sicherlich viel Äpfel-mit-Birnen-haftes, immerhin ist eBay schon viele Jahre international aktiv und hat längst ein Quasi-Monopol in diesem Bereich etabliert. Trotzdem scheint der Anfang gemacht, und es wird spannend sein zu beobachten, wohin Käufer und Verkäufer in der nächsten Zeit tendieren werden.
Wordpress als Onlineshop
Relab.ch stellt das Plugin WP eCommerce vor, mit dem sich die beliebte Blog-Software auch als Onlineshop nutzen lassen kann. Laut Autor lassen sich Produktauswahl, Kategorien und Warenkorb problemlos als Widget in die Sidebar integrieren und über einen separaten Tab im Adminbereich verwalten.




