Ein paar Eindrücke von der CeBIT
Nachdem ich letztes Jahr nicht die Fahrt nach Hannover geschafft hatte, war ich dementsprechend gespannt, was die gute alte Tante CeBIT dieses Jahr auf Lager hatte. Auf den ersten Blick schien auch alles so zu sein wie immer; Leute Leute Leute überall, Referenten auf mittelgroßen Messeständen hielten Vorträge vor Minimalpublikum – man hat schon Mitleid mit motivierten Vortragenden, die die Vorzüge Ihrer neuen Software einem einzigen in die Messezeitschrift blätternden Anzugträger offerieren mussten – und viele große Stände waren einfach nur groß und laut und voll. Glücklicherweise konnte ich mich mit einigen Magento-Haudegen wie Rico Neitzel und Thomas Fleck sowie dem “Godfather of Magento Extensions” Vinai Kopp beim Stand von Symmetrics treffen, die ein interessantes Konzept vorgestellt hatten, Magento als SaaS (software as a service)-Lösung anzubieten.
Neben dem üblichen Messe-Getümmel knubbelten sich Internet-affine und perma-twitternde Zeitgenossen in dem Teil der Halle 6, der unter dem Namen “Webciety” der ganzen CeBIT ein modernes Antlitz gab. Dieses Konzept, dass unter anderem von Sascha Lobo entwickelt wurde (und in diesem Interview gut erklärt wird) erlaubte es auch vielen kleineren Internetfirmen, mit einem kleinen Budget und ohne viel “Printgedöns” auf der Messe vertreten zu sein. Passend dazu wurden einige Panels veranstaltet, die beispielsweise den Aufbau von Social Communities als Werbemittel für bekannte Markenartikelhersteller diskutierten.
Mein Wunsch für die Zukunft: Webciety ohne CeBIT drumherum. Dann würde der Besuch des quirligen Messetreibens an der Leine wieder zu einer richtigen Pflichtveranstaltung für jeden Webianer werden.


