Magento: Der Countdown läuft

31.03.2008 von Roman Zenner
Abgelegt unter: Magento 

Es ist ein wenig so wie Silvester: die erste offizielle stabile Version von Magento Commerce (1.0) soll heute veröffentlicht werden, und die Community wartet gebannt auf die Dinge, die da kommen mögen (das Software-Feuerwerk sozusagen). Zurzeit ist die offizielle Magento-Seite offline, über Twitter erfährt man, dass diese gerade aktualisiert wird und der Magento-Demoshop schon auf 1.0 läuft.

Update: Es ist geschafft, die Version 1.0 lässt sich ab sofort herunterladen!

Usability-Leitfaden für Onlineshops

30.03.2008 von Roman Zenner
Abgelegt unter: Usability 

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat einen Leitfaden veröffentlicht, in dem wichtige Do’s und Dont’s bei der Gestaltung von Onlineshops aufgelistet und erläutert werden. Neben einem Kriterienkatalog werden auch Anwendungsbeispiele (Wie sollte die Startseite eines Shops aufgebaut sein? Wie implementiert man eine sinnvolle Suchfunktion?) diskutiert und verschiedene Usability-Methoden (z.B. Prototyping, Online-Befragungen) angesprochen. Auf dieser Seite kann man ihn kostenlos herunterladen.

Via IntenetHandel-Blog

Gestatten: FWP Shop

28.03.2008 von Roman Zenner
Abgelegt unter: News 

fwp.jpgWährend die ganze eCommerce-Gemeinde darauf wartet, dass MagentoCommerce endlich als Produktivversion veröffentlicht wird, möchte ich an dieser Stelle ein paar Zeilen über ein OpenSource-Produkt schreiben, auf das ich von verschiedenen Stellen aufmerksam gemacht worden bin. Es geht um den FWP Shop der Firma FWP systems GmbH, die als OpenSource-Software unter der GNU-GPL Lizenz Version 3.0 angeboten wird. Seit ungefähr zwei Wochen gibt es sie als stabile Version und ich habe sie mir einmal etwas genauer angesehen.

Die Installation auf meinem lokalen XAMPP-System klappte problemlos, nachdem das mod_rewrite-Modul und die cURL-Erweiterung für PHP entsprechend aktiviert wurden (bei letzterem scheint es im Zusammenhang mit XAMPP öfter mal Probleme zu geben, hier findet man eine gut geschriebene Anleitung). Positiv aufgefallen ist mir die mehrschrittige Installationsroutine, die ein wenig an die aus der Windows-Welt bekannten Wizards erinnert. Hier wird der User durch die wichtigsten Konfigurationsschritte geleitet, sodass der Shop nach der Installation eigentlich schon gebrauchsfertig ist.

Der Admin-Bereich wird im Gegensatz zu osCommerce und sämtlichen seiner Forks und sonstigen Derivaten über ein horizontales Hauptmenü mit entsprechenden Dropdown-Listen navigiert. Dankenswerterweise hat der FWP Shop dabei nicht die teilweise furchtbaren Übersetzungen und Eindeutschungen von xt:Commerce & Co. übernommen, sondern präsentiert eine klare und korrekte Sprache, die auch eCommerce-Laien verstehen können. Leider führt dies aber auch dazu, dass der Admin-Bereich insgesamt sehr textlastig ist, ein Icon hier und da würde sicherlich die Benutzbarkeit noch verbessern. Auch die Bearbeitung der einzelnen Menüpunkte ist meiner Meinung nach etwas umständlich gelöst. Eingaben werden in teilweise recht kleine tabellarisch aufgebaute Formulare getätigt, hier wird viel Platz verschenkt und die Übersichtlichkeit leidet. Bei der Bearbeitung eines bestimmten Produkts ist die Eingabemaske zwar wesentlich besser strukturiert und auf dem Screen verteilt, allerdings muss der User zur Bearbeitung erst nach unten scrollen, den Link „Stammdaten bearbeiten“ klicken, seine Eingaben tätigen und dann das Produkt abspeichern; das lässt sich sicherlich noch eleganter lösen.

Die in meinen Augen etwas umständliche Benutzbarkeit des Adminbereichs wird aber durch den beachtlichen Funktionsumfang der Software zumindest teilweise wieder wettgemacht. Die Funktionsauflistung enthält neben schon etablierten und auch bei osCommerce & Co. verbauten Funktionen viele weitergehende Funktionen wie Wunschpreis, Grußkarten und Grundpreis-Berechnung sowie wesentlich umfangreichere Verwaltungsmöglichkeiten für Bestellungen und Kontakte.

Im Frontend wird die bekannte Template-Engine Smarty verwendet. Wer also beispielsweise für xt:Commerce Shoptemplates entwickelt hat, muss nicht komplett umdenken um seinem frisch installierten FWP Shop ein neues Layout spendieren zu können. Überhaupt gibt es für Entwickler eine Reihe von Supportdienstleistungen seitens der Herstellerfirma: In einer eigenen, fortlaufend aktualisierten Entwickler-Dokumentation im Wiki-Format wird beispielsweise die Dateistruktur der Templates detailliert beschrieben; es gibt einen Telefon-Support in verschiedenen Ausführungen und last but not least ein noch kleines aber sehr feines Supportforum, in dem ein angenehm höflicher und sachlicher Ton herrscht.

Was heißt dies alles nun unter dem Strich? Zunächst einmal finde ich es erfrischend und spannend, dass es mit FWP Shop nun eine professionelle Software gibt, die nicht das teilweise haarsträubende Code-Erbe des frühen osCommerce mit sich herumschleppt und einem neuen strukturellen Konzept folgt. Da es sich noch um ein junges Projekt handelt, ist naturgemäß die aktive Entwicklergemeinde noch überschaubar. Daher findet man auch noch keine neuen Zusatzmodule, Spracherweiterungen und namhafte Referenzprojekte, die ähnliche OpenSource-Produkte letztlich erst erfolgreich gemacht haben. Der Start ist jedoch in jedem Fall gemacht, und wenn der Adminbereich noch eine Spur benutzerfreundlicher würde, wäre FWP Shop in jedem Fall eine gute Alternative zu osCommerce & Co.

Onlineshopping nicht zum Spass

26.03.2008 von Roman Zenner
Abgelegt unter: Studien 

Laut einer aktuellen Studie der Novomind AG in Zusammenarbeit mit wiwo.de und handelsblatt.com verbringen nur wenige Onlineshopper Zeit damit, ziellos durch virtuelle Geschäfte zu bummeln (ca. 8%) oder sich dabei gar zu entspannen (ca. 10%).  Viel wichtiger sei den Befragten der schnelle Zugriff (ca. 75%) und die unproblematische Verfügbarkeit (ca. 58%).

Mehr bei commercemanager.de 

eBay Express schliesst die Tore

19.03.2008 von Roman Zenner
Abgelegt unter: eBay 

eBay geschlossenBesser ein Ende mit Schrecken: eBays Marktplatz für Neuware, die Plattform eBay Express, wird in Deutschland zum 23. April 2008 eingestellt. Auf einer ausführlichen FAQ-Seite erläutert der Anbieter beispielsweise, was mit Angeboten geschieht, die noch auf eBay Express eingestellt sind und versichert, dass viele Neuerungen, die es bei Express gab, nun auch für die reguläre Plattform zur Verfügung stehen.

Auf die Konversionsrate kommt es an

14.03.2008 von Roman Zenner
Abgelegt unter: News 

Ein Beitrag auf Comparision Shopping Engine Strategies beschäftigt sich mit der Frage, wie ein Händler seine Konversionsrate steigern kann, wenn er seine Produkte bei einer Preissuchmaschine eingestellt hat. Die Konversionsrate ist bekanntermaßen das Verhältnis der gesamten Besucher einer Internetseite zu denjenigen, die tatsächlich zu Kunden werden bzw. etwas anderes Wünscheswertes machen, wie z.B. an einem Gewinnspiel teilnehmen. Laut Autor sind beispielsweise sinnvolle Produktkategorien, zutreffende Titel und Beschreibungen und qualitativ hochwertige Bilder wichtige Faktoren zur Steigerung der Konversionsrate.

Via shopbetreiber-blog

Heureka: Eine neue Muster-Widerrufsbelehrung

09.03.2008 von Roman Zenner
Abgelegt unter: Recht 

Auf dem Shopbetreiberblog ist zu lesen, dass ab dem 1. April 2008 die neue Muster-Widerrufsbelehrung in Kraft tritt. Dass Shopbetreibern nun scheinbar die vier A4-Seiten lange Ursprungsversion erspart bleiben soll, ist dabei wohl noch die beste Nachricht. Da ich mich nicht in der Lage sehe, mich in die Denke der betroffenen Juristen hineinzupfriemeln und ich mir die absurdesten Themen auch gerne einmal für mein privates Blog aufbewahre, ist dieser Beitrag auch schon beendet, bevor er überhaupt richtig angefangen hat.

Magento: Webinar zum Partnerprogramm

07.03.2008 von Roman Zenner
Abgelegt unter: Magento 

MagentoIch wiederhole mich wenn ich sage, dass Varien bezüglich der Magento-Software marketingtechnisch wirklich alle Register zieht. Gestern abend wurde im Rahmen eines Webinars das jüngst vorgestellte Magento-Partnerprogramm vorgestellt, das unter anderem bei Lopsta.com recht kontrovers diskutiert wird. Webinar? Nun, man meldet sich mit einem vorher von Varien verteilten Link an, schaut sich in einem Java-Fenster eine Powerpoint-Präsentation an und tippt seine Fragen in ein kleines chatartiges Fensterchen. Um auch dem Vortragenden lauschen zu können (in diesem Fall Michael Benayoun, dem Leiter des Partnerprogramms) wählt man via herkömmlichem Telefon (!!) eine Nummer in den USA, gibt eine PIN ein, und voilà- man höre und staune. Inhaltlich gab’s wenig Neues, Benayoun ging in ungefähr einer Stunde auf die Details des Programms ein, die man letztlich auch auf der Partnerseite lesen kann. Tenor des Ganzen: Werdet schnell Partner, nutzt den first-mover-advantage, wachst mit Magento.

In vino amazonas

07.03.2008 von Roman Zenner
Abgelegt unter: Amazon 

WeinLaut eines Berichts der Financial Times beginnt Amazon in den USA damit, auch Wein über seine Website zu verkaufen. Dieser neue Geschäftszweig, mit dem der weltgrößte Versandhändler im Jahr 1999 schon einmal böse auf die Nase gefallen war (30 Mio. US-$ für knapp die Hälfte an wineshopper.com hatte Amazon damals verbrannt) soll nun parallel zum Lebensmittelangebot zuerst in Seattle etabliert werden. Der derzeitige Marktführer in dem Bereich, wine.com, hat noch mit Regelungen zu kämpfen, die ihren Ursprung in der Prohibition der 30er-Jahre haben. So dürfe der Anbieter laut Bericht nur in 26 US-Staaten liefern und müsse seine Ware von staatlich lizensierten Großhändlern kaufen. Es wird daher interessant zu sehen, ob Amazon knapp 10 Jahre später mit seinem zweiten Versuch erfolgreich sein wird.

Via Mashable, Bild: pixelio (Henrik G. Vogel)

Konkurrenz-Keywords bei Adwords erlaubt

06.03.2008 von Roman Zenner
Abgelegt unter: Adwords, Recht 

Sagen wir, Schuhmachermeister Hans-Willi Wendtland stellt in liebevoller Kleinarbeit hochwertige Damenschuhe in kleinen Stückzahlen in seiner kleinen Werkstadt her und verkauft diese über seinen eigenen kleinen Onlineshop. Um diesen ein wenig bekannter zu machen und Besucher auf seine Seite zu locken, schaltet er eine Google-Adwords-Anzeige. Neben keywords wie “schuhe”, “damen” und “preiswerte damenschuhe” nimmt er auch Namen bekannter Sportartikelhersteller in seine Liste mit auf. Die Folge: Sucht nun jemand in Google nach “Adidas”, würde nun auch die Anzeige von Herrn Wendtland rechts von den regulären Suchergebnissen erscheinen.

Das Oberlandesgericht hat nun entschieden, dass diese Praxis rechtsgültig ist. Im Gegensatz zur Verwendung von fremden keywords in den eigenen Meta-Tags werde dadurch nur die Platzierung der Werbeanzeige beeinflusst, die klar als Eigenwerbung erkennbar sei. Mehr dazu bei Heise.