osCommerce meldet sich zurück

21.09.2007 von Roman Zenner
Abgelegt unter: osCommerce 

osCommerceMan weiß nicht, ob es an der Zeit seit dem letzten Release liegt, dem Vorpreschen von xt:Commerce besonders auf dem deutschsprachigen Markt oder dem Rummel um Magento, aber: osCommerce meldet sich zurück. Nur durch Zufall habe ich die Website kürzlich besucht, und es hat sich eine ganze Menge getan:

Zunächst wurde der Software ein neuer Name verpasst, unter welchem Anfang Juli ein neues Update veröffentlicht wurde: osCommerce Online Merchant v2.2 Release Candidate. Darin wurden laut Ankündigung 25 Bugs behoben und einige neue Funktionen hinzugefügt, wie beispielsweise eine neue Installationsroutine und ein verbesserter Anmeldevorgang für den Adminbereich.

Weiterhin scheinen die Arbeiten zur neuen Version 3.0 zügig voranzugehen, zwei neue Alpha-Versionen wurden unter den schicken Namen Spekulatius und Lebkuchen (ist Harald Ponce de Leon in Wahrheit der Weihnachtsmann?) veröffentlicht. In einem ebenfalls neuen Blog diskutieren einige Entwickler das Projekt und stellen neue Funktionen der 3.0er-Version vor. In zwei Quicktime-Videos (Magento ick hör dir trapsen) werden die neue Verwaltung der Produkattribute und die sogenannten Produktvarianten erläutert. Bei Letzteren handelt es sich um eine Erweiterung der bisherigen Logik, bei denen den Produkten voneinander unabhängige Attribute (z.B. Größe, Farbe) und Attributseigenschaften (z.B. S, M, rot, blau) zugewiesen werden konnten. Mit den Produktvarianten ist es nun möglich, diese Attribute so zu verknüpfen, dass es beispielsweise das T-Shirt Größe S nur in rot, das T-Shirt Größe M hingegen auch in blau gibt.

Es scheint also wieder Wind in die Sache zu kommen und ich bin mal gespannt, wer von osCommerce oder xtCommerce sein 3er-Pferdchen am ehesten im Rennen hat und ob der Neueinsteiger Magento mit einer produktiv einsetzbaren Version die beiden überholen kann.

Was gibt’s Neues bei Magento?

15.09.2007 von Roman Zenner
Abgelegt unter: Magento 

Ich habe ja schon seit einiger Zeit nicht mehr über Magento berichtet. Mal abgesehen davon, dass ich in dieser Woche kaum dazu gekommen bin, mich mit dem Thema näher zu beschäftigen, findet die “Action” jetzt vor allem im Magento Supportforum statt. Zurzeit geht es dort vor allem um die deutsche Übersetzung, die erfreulich rege und qualifiziert diskutiert wird. Des weiteren wurde gestern das deutschsprachige Magento-Blog aus der Taufe gehoben und eine neue Downloadversion (Magento 0.6.12510) veröffentlicht.

ePayment-Forum in Düsseldorf

15.09.2007 von Roman Zenner
Abgelegt unter: Allgemein, Payment 

Wenn man die meiste Zeit in seinem Büro sitzt und den Monitor anstarrt ist es mal eine feine Abwechslung, echte Leute aus dem Bereich eCommerce zu treffen, mit ihnen zu sprechen und ihnen zuzuhören. So habe ich mich am letzten Dienstag spontan entschlossen, die knapp 180 Euro zu investieren und mich für das ePayment-Forum in Düsseldorf anzumelden. Wie es der Name schon vermuten lässt ging es bei allen Vorträgen um die Frage, wie Kunden in Onlineshops bezahlen und wie auf der anderen Seite die Händler an ihr Geld kommen können. Wer jetzt meint, das sei aber ein trockenes Thema für einen ganzen Tag, dem sei gesagt … stimmt!

Die Veranstaltung war vor allem eine elaborierte Werbeplattform für Payment-Anbieter. Ob nun T-Pay (Manfred Schömer), Geldkarte (Volker Koppe) oder LUUPAY (Andreas Schulz), alle Vortragenden priesen die Vorzüge der jeweiligen Systeme. Der Tenor war allerdings, dass es das perfekte System für das eCommerce von morgen noch nicht gibt. Bei T-Pay ist der Haken meiner Meinung nach die Tatsache, dass ein Kunde, der bestimmte Zahlweisen nutzen möchte, vorher Kunde bei der Telekom sein muss (das werden ja auch immer weniger). Bei der Geldkarte stellt sich die Frage, wie viele User sich wirklich ein Kartenlesegerät (für zurzeit noch 80 – 90 Euro) kaufen und neben den Rechner stellen. Und im Fall von LUUPAY, der Zahlmethode via Handy frage ich mich, wie man den Leuten massenweise die heiß geliebte und gut gehütete Handynummer entlockt. Mittelfristig werden wir es sicherlich noch länger mit den Payment-Dinosauriern Vorkasse, Nachnahme und Kreditkarte zu tun haben, was auch Georg Wittmann in seiner Ergebnispräsentation der Onlineumfrage zum B2C-eCommerce von ibi research der Universität bestätigte.

Paypal-Modul bei xt:Commerce

07.09.2007 von Roman Zenner
Abgelegt unter: Payment, xt:Commerce 

xt:CommerceAuf dem offziellen xt:Commerce-Blog findet sich eine Vorschau eines neuen Moduls, das für die neuen Versionen 3.0.4 Sp2.1 und 3.1 Multistore Edition geben soll. Außerdem soll es auch für ältere Versionen zur Verfügung stehen. Die Rede ist von einem neuen PayPal-Modul, mit dem sich zum einen Paypal-Transaktionen besser verwalten lassen, und mit dem es möglich wird, das vor Kurzem eingeführte PayPalExpress als Zahlmethode in seinem Shop zu verwenden. Hierbei wird für eine Bestellung auf Rechnungsdaten zurückgegriffen, die bei PayPal zu diesem Zweck gespeichert sind. Der Kunde gibt während einer Bestellung nur noch seine PayPal-Emailadresse und sein Passwort an, daraufhin fragt XTC die Rechungsdaten von Paypal ab und erstellt damit automatisch ein Kundenkonto.

Wie immer bei solchen Entwicklungen gibt es ein lachendes und ein weinendes Auge. Der Vorteil für Kunden besteht sicherlich darin, seine Adressdaten nicht mehr bei x-beliebigen Onlineshops hinterlegen, sondern dies nur einmal zentral bei PayPal tun zu müssen – der Bestellprozess geht damit flotter und bequemer von der Hand. Auf der anderen Seite erhöht sich jedoch das Risiko, dass man sich wegen der Zentralisierung der Daten noch ein Stückchen abhängiger von PayPal (und damit nicht zuletzt auch von der Mutter Ebay) macht. Und: Verliert man sein Master-Passwort oder es kommt zum Diebstahl von Kundendaten bei PayPal (jüngst bei Monster.com geschehen), haben Bösewichte gleich Zugriff auf mehrere Shops.

Magento-Test #1: Installation und Einrichtung

02.09.2007 von Roman Zenner
Abgelegt unter: In eigener Sache, Magento 

Nachdem ich wieder mit DSL-Geschwindigkeit unterwegs bin, konnte ich die Installationsdatei locker herunterladen und mich an die ersten zaghaften Tests machen. Wie bereits erwähnt ist die Zip-Datei knapp 60MB groß, was vor allem daran liegt, dass sämtliche SVN-Dateien noch enthalten und die Demoartikel reichhaltig bebildert sind (ein Feature von Magento sind vergrößerbare, hoch aufgelöste Detailbilder in der Produktansicht, welche natürlich viel Platz beanspruchen).

Vor der Installation haben mich die entsprechenden Forenbeiträge auf der ebenfalls brandneuen Community-Site ein wenig skeptisch gemacht, viele User berichten von Fehlermeldungen während der Installation, die Letztere unmöglich machen (Marke “I am getting a lot of SQL errors“). Diese hatten vor allem damit zu tun, dass Viele ihr Magento zu Testzwecken auf einem Windows-System unter WAMP einrichten wollten, obwohl laut Aussage der Entwickler das Magento-System überwiegend auf Unix-basierten Betriebssystemen wie Linux getestet worden sei. Aber auch, wenn man wie in meinem Fall ein solches System betreibt (Debian Etch 2.6.21-2-686) sind die Anforderungen doch recht speziell. Für PHP gilt beispielsweise:

PHP 5.2.0 or newer, with the following extensions/addons:

  • PDO/MySQL
  • MySQLi
  • mcrypt
  • mhash
  • simplexml
  • DOM

Inwieweit die Standard-Hostingpakete der großen Provider diesen Anforderungen gerecht werden, wird sich wohl noch zeigen; erste Diskussionsansätze finden sich schon (suche webspace für magento). Da ich den Test jedoch zunächst auf meinem lokalen Rechner machen wollte, habe ich diese Fragestellungen zunächst einmal außer acht gelassen und losinstalliert: Zip-Datei entpackt und in /var/www/ geschoben, eine DB angelegt, den .htaccess-Zugriff angepasst, und siehe da, schon präsentiert sich der aufgeräumt und intuitiv gestaltete Installationsmanager.

Magento-Installation-1-thumbIm ersten Schritt gibt man die Datenbankverbindung sowie die Pfade für http bzw. https ein. An dieser Stelle erscheinen auch Fehlemeldungen, falls Schreibzugriffe für bestimmte Verzeichnisse nicht gesetzt wurden – das ist ein Standard-Procedere, das es auch bei anderen OpenSource-Anwendungen auf php/MySQL-Basis gibt. Ein wenig nervig ist nur die Tatsache, dass man diese Fehlermeldungen nach dem Klick auf “continue” häppchenweise serviert bekommt, anstatt eine Liste zu sehen, die man auf einen Schwung abarbeiten kann. Hat man schließlich die Verzeichnisse via CHMOD angepasst (und das sind nicht wenige), wird man zum nächsten Schritt weitergeleitet.

Magento-Installation-2-thumb Im zweiten Schritt reichen wenige Angaben wie Benutzername, Passwort und Email-Adresse aus, um den Admin-Account einzurichten. Außerdem wird ein encryption-key erstellt, mit dem später beispielsweise Kreditkartendaten verschlüsselt werden können.

Im dritten und letzten Schritt wird dieser Schlüssel angezeigt, außerdem erscheinen zwei Links für die Hauptseite und die Admin-Oberfläche – das war’s!

Magento-Installation-3-thumb

Skepsis hin oder her, die Installation hat also schon einmal sehr gut funktioniert. Ohne sich durch ellenlange Listen von Angaben arbeiten zu müssen, wie das bei xt:Commerce beispielsweise der Fall ist, kann man mit ein paar grundlegenden Informationen Magento auf seinem System einrichten. Lediglich das Setzen der Verzeichnisrechte ist ein wenig umständlich, hier wird aber sicherlich noch nachgearbeitet werden.

Nun denn, das System läuft, wollen wir doch mal sehen, was sich bei dem neuen eCommerce-Boliden unter der Haube befindet …

Magento beta veröffentlicht

01.09.2007 von Roman Zenner
Abgelegt unter: In eigener Sache, Magento 

MagentoIch war ja schon etwas skeptisch, ob Varien es tatsächlich schafft, Magento wie angekündigt noch im August herauszubringen. Die vielen Nachtschichten der Entwickler haben sich jedoch scheinbar gelohnt, seit ein paar Stunden kann man sich die erste Beta 0.6 herunterladen. Ich bin leider gerade unterwegs und meine UMTS-Karte lässt mich nur mit ISDN-Geschwindigkeit ins Netz – der Download der 60MB (!!) großen Datei wäre damit doch zu waghalsig. Deswegen an dieser Stelle bald mehr zur Installation, zu den Features und den sonstigen Besonderheiten des Systems.