Ecommerce offline

04.07.2007 by Roman Zenner
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Ab geKabelstern nachmittag war das DSL-Netz von Netcologne teilweise tot, auch dort gehostete Websites (z.B. koeln.de) waren zeitweise nicht erreichbar. Mal abgesehen davon, dass ich erst einmal wie ein HB-Männchen getobt und in meinem Netzwerk nach dem Fehler gesucht habe (bis mir dann endlich unter der Service-Rufnummer eine nette Frauenstimme den Netzausfall entgegenflötete), habe ich doch recht schmerzlich gemerkt, wie abhängig man in diesem Business doch von diesen dünnen Strippen ist.

Dies ist sicherlich keine bahnbrechende Erkenntnis und wohl jedem schon einmal durch den Kopf gegangen, der mittelbar oder unmittelbar mit dem Internet seine oder ihre Brötchen verdient. Mich bringt es aber auch dazu, mal ein wenig über Offline-eCommerce nachzugrübeln. Unbestritten ist, dass die Schritte, die man braucht, etwas in einem Onlineshop zu bestellen, wesentlich umfangreicher sind als die um etwas in einem normalen Geschäft zu kaufen. Im letzteren Fall heißt dies: Einmal die Frisur richten, die Schuhe zuschnüren und schon hat man die allermeisten Vorbereitungen getroffen.

Wir Webworker, die wir uns alle mehr oder weniger kompetent und elegant in der Materie bewegen (und uns zeitweise herrlich um uns selbst drehen) ordern mit verbundenen Augen beliebige Waren, sind uns aller Sicherheitsrisiken bewusst und darüber hinaus arg enttäuscht, wenn wir einen Shop vorfinden, der weder ein schickes Social-Life-Shopping-Konzept verfolgt noch ein “Beta” über seinem Logo trägt. Aber was ist mit den anderen? Welchen Computer, Betriebssystem (Betriebssystem?), Provider wählt man zum Online-Shopping-Glück? Wie verdrahtet man Modem, Splitter, Netzwerkkarte? Wie war das gleich mit W-LAN, war das nicht irgendwie gefährlich? Und wenn’s trotz sorgfältigem Zusammenstöpseln doch nicht klappt, wieviel Nachmittag plane ich ein um mit der Hotline zu telefonieren? (to be continued)

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