Onlineshop vs. Laden um die Ecke

18.04.2007 by Roman Zenner
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Was verstehen wir unter einem guten Onlineshop? Nun, nehmen wir uns einen Augenblick und stellen uns ein echtes Geschäft vor:

1. Ein gepflegtes Aussehen

Hand auf’s Herz: Ein Laden, dessen Fußboden mehr einem Bolzplatz gleicht und die Bodenfliesen unter einer Schmutzschicht bestenfalls erahnen lässt, lässt Ihr Konsumentenherz sicherlich nicht gleich höher schlagen (jedenfalls nicht im positiven Sinne). Und eine Stolperstrecke aus Kartonagen und Europaletten vor der Kühltheke lässt Sie sicherlich schon an Einkaufsalternativen denken.
Ganz so verhält es sich mit Onlineshops. Diese sollten professionell und ansprechend gestaltet sein, sodass die potentiellen Kunden sofort ein positives Bild von Ihnen bekommen.

2. Ordnung muss sein

Vielleicht ist es ja ein Stück gelebte Selbstverwirklichung, wenn der Filialleiter des Supermarkts um die Ecke die Erdbeermarmelade zu den Damenstrumpfhosen packt. Aber ein Kunde, der neben dem Kaffeepulver nicht einen halben Meter weiter gleich die Filtertüten findet, wird diesen liberalen Sortierungsansatz höchstwahrscheinlich nicht mit dem gleichen Enthusiasmus teilen können.
In einem Onlineshop ist die sinnvolle Präsentation der Produktpalette das A und O. Ordnet man die Produkte in sinnvolle Kategorien ein, setzt sie miteinander in Beziehung und spendiert dem Ganzen noch eine komfortable Suchfunktion, wird der Kunde das Gewünschte viel schneller finden.

3. Verstecken geht nicht

Es ist ja fantastisch, wenn dieser neue Gemüseladen mit den leckeren Biokarotten seine Pforten ganz versteckt und idyllisch hinter den sieben Bergen öffnet. Für den längerfristigen geschäftlichen Erfolg sollte der Betreiber jedoch zumindest seine „call-a-carrot“-Nummer in’s Telefonbuch schreiben.
Über einen Onlineshop wird nur verkauft, wenn dieser gefunden wird. Geeignete Maßnahmen wie z.B. Suchmaschinenoptimierung, Bannerwerbung und -tausch, Verlinkung etc. sind unbedingt nötig.

4. Zahlen ja, aber sicher

Eine Schufa-Auskunft für ein Pfund Roggenmischbrot? Eine Runde stille Post quer durch das Ladenlokal, um von ganz hinten dem Kassierer Ihre Kreditkartennummer zuzuflüstern? Wohl kaum!
In einem Onlineshop möchten Sie sicher und einfach bezahlen. Durch moderne so genannte Billing-Systeme wird sichergestellt, dass sowohl Käufer als auch Verkäufer geschützt sind.

5. Geiz ist nicht immer geil

Sie kennen doch sicher diese 1-Euro-Geschäfte, die es scheinbar immer öfter in Einkaufpassagen gibt. Sicherlich kann man hier das ein oder andere Schnäppchen machen. Eine besondere Kundenbindung und damit verbunden ein planbarer und längerfristiger Geschäftserfolg ist auf Basis von Supergünstig-Meisenknödeln mehr als fragwürdig.
Einen Onlineshop erfolgreich nur auf einer knallhart-kalkuliert-alles-muss-raus-mindestpreisgarantie-Strategie aufzubauen, wird nur in den wenigsten Fällen von Erfolg gekrönt sein. Hierbei schauen die Kunden – meist von einer Preissuchmaschine kommend – kurz bei Ihrem Shop vorbei – wenn Sie der oder die Billigste sind. Langfristige Kundenbindung lässt sich jedoch nur erreichen, wenn Ihr Onlineshop den Kunden durch Zusatzangebote einen Mehrwert bietet: für die Gartenmöbel Ihres Shops gibt es das kleine „Gartenmöbel-ABC“ und in Ihrer virtuellen Kochtopf-Einkaufsplaza findet sich ein Diskussionsforum für Erbsensuppen-Gewürze.

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